Gesetzliche Krankenversicherung Vergleich

Rund 90 Prozent der Deutschen sind innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert. Dieser Zweig der Sozialversicherung blickt auf eine lange Tradition von mittlerweile mehr als 125 Jahren zurück.

Träger der GKV sind die gesetzlichen Krankenkassen, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts fungieren und sich in sechs verschiedene, teils regional begrenzte Kassenarten einteilen lassen: Allgemeine Ortskrankenkassen, Betriebskrankenkassen, Ersatzkassen, Innungskrankenkassen, Knappschaften und Landwirtschaftliche Krankenkassen.

Da sich Versicherungsnehmer seit 1996 frei für eine gesetzliche Krankenkasse entscheiden können, sind die Unterschiede jedoch eher marginal. Berufsspezifische Kassen nehmen jedoch nach wie vor nur bestimmte Berufsgruppen auf, da hier zum Teil spezielle Risiken abgesichert werden müssen.

Die gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtversicherung

Sofern das Bruttojahresgehalt die Versicherungspflichtgrenze nicht überschreitet, muss sich jeder, der einer entgeltlichen Beschäftigung nachgeht, in der GKV pflichtversichern. Im Jahr 2011 liegt die Grenze bei einem Bruttojahresgehalt von 49.500 Euro (4.125 Euro im Monat). Wer mehr verdient, unterliegt nicht mehr der gesetzlichen Versicherungspflicht und darf in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln.

Neben Angestellten sind auch Auszubildende, Studenten, Arbeitslose und ALG-II-Empfänger via Versicherungspflicht über die Gesetzliche Krankenversicherung geschützt. Rentner sind dann pflichtversichert, wenn sie innerhalb der zweiten Hälfte ihres Berufslebens mindestens 90 Prozent der Zeit Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse waren.

Die Gesetzliche Krankenversicherung ist im Gegensatz zur PKV eine Familienversicherung – neben dem Versicherungsnehmer sind auch der Ehepartner und seine Kinder mit gesetzlich krankenversichert. Allerdings gibt es auch hierfür gewisse Bedingungen: Um Familienmitglieder mit über die eigene Krankenversicherung zu schützen, müssen diese einen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben und dürfen nicht bereits anderweitig krankenversichert sein. Um als Ehepartner beitragsfrei familienversichert zu sein, darf das eigene Bruttoeinkommen nicht mehr als ein Siebtel der maximalen monatlichen Bezugsgröße betragen.

Die Familienversicherung schützt im Übrigen nicht nur leibliche Kinder – Enkel-, Stief- und Pflegekinder können ebenfalls gesetzlich familienversichert sein. Der Versicherungsschutz gilt normalerweise bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Sollten Kinder jedoch noch nicht über eigenes Einkommen verfügen, kann die Familienversicherung bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres verlängert werden. Befinden sich die Kinder in einer Ausbildung beziehungsweise einem Studium, greift die Gesetzliche Krankenversicherung des Vaters respektive der Mutter sogar bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Wehrdienst- und Zivildienstleistende sind während der gesamten Dienstzeit familienversichert.

Leistungen der GKV größtenteils gesetzlich festgelegt

Welche Leistungen die Gesetzliche Krankenversicherung erbringt, ist zu rund 95 Prozent gesetzlich geregelt. Ob eventuelle medizinische Behandlungen notwendig und ökonomisch sinnvoll sind, liegt in der Zuständigkeit und Einschätzung des behandelnden Arztes. Die gesetzliche Krankenversicherung erbringt die vorgeschriebenen Leistungen bei der Behandlung von diversen Krankheiten und Verletzungen durch Unfälle (inklusive Nachbehandlung). Auch langwierige und chronische Krankheiten sind abgedeckt.

Selbstverständlich kommt die Gesetzliche Krankenversicherung auch für Standardimpfungen (wie etwa gegen Grippe), Krebsvorsorge- und Kontrolluntersuchungen auf. Die Krebsvorsorge wird bei Frauen ab dem 20. Lebensjahr und bei Männern ab dem 45. Lebensjahr komplett erstattet.

Bei zahnärztlichen Behandlungen zahlt die GKV für ausreichende und sinnvolle Behandlungen. Sollte ein Zahnersatz (Brücken, Kronen, Implantate) vonnöten sein, erstellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan, der dann von der entsprechenden Krankenkasse geprüft wird. Basierend auf dieser Prüfung legt die Kasse fest, wie viel der Versicherungsnehmer zur Behandlung zuzahlen muss – in der Regel sind dies 50 Prozent.

Wer jedoch anhand seines Bonusheftes nachweisen kann, dass er innerhalb der letzten fünf Jahre zumindest einmal jährlich eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung hat vornehmen lassen, bekommt mehr Geld von seiner gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser Zuschlag liegt normalerweise bei 20 Prozent. Sollten Versicherungsnehmer über ein zu geringes Einkommen verfügen, um den Eigenanteil aufzubringen, übernimmt dies ebenfalls die Krankenkasse.

Auch die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt und notwendige Medikamente übernimmt die GKV. Bei stationären Krankenhausaufenthalten zahlt die Gesetzliche Krankenversicherung die anfallenden Kosten, jedoch muss der Versicherungsnehmer bis zu 28 Tage lang einen Eigenanteil von zehn Euro pro Tag zuzahlen. Ähnlich verhält es sich bei verschriebenen apothekenpflichtigen Medikamenten – hier zahlen Kassenpatienten zwischen fünf und zehn Euro pro Medikament zu. Sogenannte Bagatellmedikamente (Kopfschmerztabletten, Nasenspray etc.) müssen Versicherte der GKV komplett selbst zahlen.

Eine günstige gesetzliche Krankenversicherung durch Vergleich

Auch wenn die Beitragssätze der verschiedenen Krankenkassen im Zuge des Gesundheitsfonds 2009 vereinheitlicht wurden (aktuell liegt der allgemeine Beitrag bei 15,5 Prozent), können innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung frei monatliche Zusatzbeiträge erhoben werden, was den real zu zahlenden Beitrag von Krankenkasse zu Krankenkasse variieren lässt. Darum lohnt sich auch für gesetzlich Krankenversicherte ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote.

Mit dem Gesetzliche Krankenversicherung Vergleich lässt sich binnen kürzester Zeit eine Gegenüberstellung der verschiedenen Angebote einsehen. Dafür muss der User lediglich das Bundesland, in dem er seinen Hauptwohnsitz unterhält und sein Jahresgehalt angeben – schon erhält er eine übersichtliche Liste mit den unterschiedlichen Kassen. So leicht lassen sich die Angebote der GKV vergleichen.

Sollten Sie Fragen zum Gesetzliche Krankenversicherung Vergleich oder allgemein zur GKV haben, kontaktieren Sie einfach einen unserer Experten – entweder per E-Mail oder unter der kostenlosen Telefonhotline. Machen Sie jetzt den Gesetzliche Krankenversicherung Vergleich und wechseln Sie in eine günstige Krankenkasse!

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