| Der 1999 gegründete
Münchner Internetversicherungsmakler einsurance erwartet
für 2002 den ersten Gewinn. Unternehmensgründer
und Vorstandschef Henrich Blase sagte, das Unternehmen habe
im vierten Quartal 2001 bereits ein ausgeglichenes Ergebnis
erzielt. Den Gesamtverlust wollte Blase nicht beziffern.
Im vergangenen Jahr vermittelten einsurance und seine Schweizer
Tochter 45000 Versicherungsverträge, 114 Prozent mehr
als im ersten operativen Jahr 2000. Der Umsatz verdoppelte
sich auf 3,3 Millionen €. einsurance gehört zu 69
Prozent dem Online-Aktienbroker Consors Discount Broker, der
nach der Pleite der Schmidt Bank von der französischen
Großbank BNP Paribas übernommen wurde.
einsurance ist einer der wenigen übrig gebliebenen elektronisch
arbeitenden Versicherungsmakler. Verabschiedet haben sich
unter anderem Onsecure, Censio und Quinner, eine Tochter der
britischen Prudential. Blase: „2001 war das Krisenjahr
für die Online-Marktplätze.“ Wer überlebt
hat, profitiert von erneuertem Interesse von Verbrauchern
und Versicherern am Onlinevergleich und – abschluss.
Nach Angaben Blases kommen rund 50 Prozent des Umsatzes aus
der Autoversicherung. Die Ontos, eine Tochter der Rheinland,
und die Deutsche Allgemeine der Zürich-Gruppe gehören
zu den wichtigsten Gesellschaften, für die einsurance
vermittelt. einsurance bietet inzwischen fast alle Sparten,
einschließlich, Lebens- und Krankenversicherungen.
Auf die Zusammenarbeit mit BNP Paribas setzt Blase große
Hoffnungen. Bisher machten Consors-Kunden nur zehn Prozent
des Geschäftsvolumens aus, das soll kräftig gesteigert
werden.
einsurance war im August 1999 mit 2 Mio. DM Startkapital von
Blase und Karl Knoflach gegründet worden. Seit 2001 hält
Consors die Mehrheit.
|